Santa Cruz

Ein Leben am Strand

Daniel Schröer

Lohnt sich ein Stopp beim neuen Apple-Hauptquartier in Cupertino, dem UFO? Wir haben uns für einen kleinen Aufenthalt dort entschieden und waren etwas enttäuscht. Die Vermutung war, dass es auch eine kleine Führung über das Gelände gibt, jedoch kann man lediglich in das eigens dafür eingerichtete Besucherzentrum. Das ist allerdings durchaus beeindruckend, insbesondere der virtuelle Rundgang durch das UFO mittels riesigem 3D-Modell und von den Mitarbeitern zur Verfügung gestellten iPads wusste zu überzeugen. Auch die Gratis-Workshops zu Programmen von Apple, denen man sich direkt anschließen darf, sofern noch Platz ist, sind wirklich gut. Ich habe mich ob meines Hobbys der Musikproduktion ein wenig beim Garage Band-Workshop aufgehalten und schon in wenigen Minuten einige neue Kniffe gelernt. Den Rand des UFOs kann man schließlich von der Dachterrasse erahnen. In Summe war es also doch ein netter kurzer Stopp.

Dann ging es aber weiter, denn das nächste Ziel lautete Santa Cruz, einer der Surfer-Kurtorte, Heimat des Gründers der Marke O’Neill (Jack), der dort im Juni 2017 verstarb. Der berühmte Badeort am Pazifik weiß durch seine Vielfalt und lässige Stimmung zu überzeugen. Wir stürzten uns nach Eroberung eines Parkplatzes an der Promenade direkt in das muntere Treiben und wiesen in der Arcade Spielhalle zunächst den Kung-Fu-Panda in seine Schranken. So euphorisiert und verausgabt musste eins traditionelles Turkey Leg-Gericht herhalten, jenes dekadente Schlemmerzeug, welches man auf so einer Reise einmal probieren sollte - schon des Flairs wegen. Für Vegetarier allerdings wenig geeignet und final eine ganz schön schmierige Angelegenheit. Dennoch, ich muss gestehen, wirklich sehr schmackhaft.


Ganz traditionell besitzt Santa Cruz einen der größten Vergnügungsparks der pazifischen Strandpromenade, mit allem, was das Herz begehrt. Achterbahn, Wildwasserfahrt, Leckereien, Schießbuden und und und. Nachdem wir alles in aller Ruhe abgelaufen und begutachtet hatten, entschlossen wir uns für eine Fahrt mit der Seilbahn, die hoch über dem Freizeitpark angebracht war und uns von dort einen herausragenden Überblick über ganz Santa Cruz, den Park und das weite Meer bot. Wer möchte, kann hier gut und gerne einen ganzen Tag voller Spaß und Action verbringen. Wir wollten aber gern noch ein Städtchen weiter, weshalb wir uns am Strand noch eine gefrorene Banane mit Schokoladenüberzug genehmigten und dann langsam zurück zum Auto spazierten. 

Dort angekommen ging es sodann weiter nach Monterey. Ozeanenthusiasten ist der Ort weithin bekannt, da er eines der größten Aquarien des Landes beherbergt. Mit seinem Steg über dem Pazifik, von welchem man auch häufig die in der Bucht frei lebenden Wale entdecken kann, sowie einer unbeschreiblichen Vielzahl an Arten im Inneren, ist ein Besuch durchaus zu empfehlen. Das wissen allerdings auch alle freizeitwütigen US-Amerikaner, weshalb das Aquarium in der Regel übermäßig gut besucht ist.


Die Cannary Row, Hauptstraße in Monterey mit Restaurants und Shops, bietet sich für einen Besuch ebenso an, liegt sie doch unmittelbar am Meer und ist ein weiterer Beleg für das entspannte Leben in Kalifornien. Auch wir bummelten dort auf der Suche nach Schnäppchen und Souvenirs entlang, bevor wir uns final für einen Einkauf im Trade Joe´s entschieden, dem traditionellen amerikanischen Biomarkt, der sich inzwischen auch zu einer globalen Kette entwickelt hat und in harter Konkurrenz zu Amazons Whole Foods steht.


Nach dem Einkauf entschieden wir uns für die Übernachtung im billigsten Motel der Stadt und waren überrascht, dass es sogar liebevoller eingerichtet war, als die traditionellen Ketten. Schon lässig, so ein Roadtrip. 


Keep on rockin’
Ree

(c) Daniel Schröer

Mitglied im Deutschen

Fachjournalisten Verband

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